Es gehört zu den ureigensten Wesensmerkmalen eines Menschen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Menschen sind neugierige Forscher und Entdecker.„Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, der bleibt dumm“, so hören Kinder schon in der Sesamstraße. Der Forscherdrang im Menschen ist ursächlich für seine kulturelle Entwicklung. „Machet Euch die Erde  untertan“, so lesen wir im ersten Buch Mose. Gott hat den Menschen geschaffen, damit dieser Verantwortungsvoll mit der Schöpfung umgehen soll. Die schöpferische Neugierde des Menschen ist ein Geschenk Gottes. Doch der menschliche Drang, Dinge zu ergründen hat seine Grenzen. Angst, Leid, Krankheit, Tod, Gewalt, Verbrechen, Bosheit, Gier. Diese Begriffe machen deutlich, wie schnell der Alltag, das Leben, die Sicherheit entgleiten. Die Frage nach dem „Warum“ findet oft keine Antwort. Wo aber die Antwort ausbleibt, da finden abstruse Ideen ihre Nahrung im Sumpf von Verunsicherung, Ohnmacht und Hilflosigkeit. Wenn ich über die Coronapandemie nachdenke, dann hilft es mir persönlich, dass ich aus der „Warum-Frage“ eine „Wozu-Frage“ mache. Dem Unerklärbaren lässt sich näherkommen, indem der Mensch fragt: „Wozu dient mir diese Situation?“ „Was kann ich lernen und erkennen?“

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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Jeder ist ein wenig wie alle

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