Lukas 6,36 

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

Jesus steht auf einem Berg, um ihn herum stehen eine große Menschenmenge und seine Jünger, die ihm zuhört. Jesus schaut sich die Menschen an. Er sucht immer den Augenkontakt, denn unsere Augen erzählen viel von unserem Leben. An einer anderen Stelle sagt Jesus in Lukas 11,34: „Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster.“  Die Predigt von Jesus beginnt mit der Jahreslosung für das neue Jahr. Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Jesus redet von der Barmherzigkeit. Er fordert seine Jünger und alle seine Zuhörer zur Barmherzigkeit (als innere Haltung) auf. Es ist ein Befehl von Jesus, dass wir miteinander barmherzig umgehen sollen und dass eben weil Gott der Vater barmherzig ist. Es ist uns also nicht freigestellt, ob wir das wollen oder nicht. In Lukas 1,78 betet der alte Priester Zacharias "Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende (aufgehende) Licht aus der Höhe"

Die Barmherzige Liebe Gottes hat einen Namen. Er lautet: Jesus Christus! Wir haben die Menschenwerdung Gottes gerade erst an Weihnachten gefeiert. Die barmherzige Liebe Gottes. Wörtlich wird hier von den „Eingeweiden des Erbarmens Gottes“ gesprochen.

Gott wendet sich mit ganzem Herzen, mit ganzem Gefühl, mit ganzer Liebe, mit ganzem Erbarmen seinem Volk (uns) zu. Er hat Mitleid (empfindet Erbarmen) in Bezug auf das menschliche Elend, als Folge von Sünde.

Das Erbarmen Gottes hat immer zwei Aspekte

Zum einen muss die Schuld des Menschen, die Macht der Sünde durch Begnadigung /Akt der barmherzigen Gnade Gottes beseitigt /gebrochen werden.

Zum anderen lindert die Barmherzigkeit Gott die Folgen unserer Sünden, die nicht durch Vergebung beseitigt sind. (Gottes Erbarmen umgreift jede menschliche Dunkelheit).

Wie anders spricht das Gesetz/Gesetzlichkeit. Es kennt kein Erbarmen. Es kennt keine Gnade. Es kennt kein Verständnis. Es kennt kein Mitleiden. Es kennt keinen Trost.

Es ist der barmherzige Gott, der uns annimmt und uns in Jesus gerne vergibt. Wie oft hat Jesus dir und mir für die gleiche Schuld immer wieder Vergebung zugesprochen!!!  (7x70 mal!) Wem viel vergeben ist, der liebt viel. Das bedeutet, wer viel Versöhnung erfährt und in Gott Frieden findet, der wird lernen, Stück für Stück seinen Mitmenschen zu lieben und ihm Frieden zu gewähren. Barmherzigkeit wird möglich.

Barmherzigkeit entsteht dort, wo wir uns selbst dem Segenstrom der Barmherzigkeit Gottes überlassen.

Diese Heilserfahrung wünsche ich uns für das neue Jahr.

Euer Pastor Norbert Monschau 

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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