Es gehört zu den ureigensten Wesensmerkmalen eines Menschen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Menschen sind neugierige Forscher und Entdecker.„Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, der bleibt dumm“, so hören Kinder schon in der Sesamstraße. Der Forscherdrang im Menschen ist ursächlich für seine kulturelle Entwicklung. „Machet Euch die Erde  untertan“, so lesen wir im ersten Buch Mose. Gott hat den Menschen geschaffen, damit dieser Verantwortungsvoll mit der Schöpfung umgehen soll. Die schöpferische Neugierde des Menschen ist ein Geschenk Gottes. Doch der menschliche Drang, Dinge zu ergründen hat seine Grenzen. Angst, Leid, Krankheit, Tod, Gewalt, Verbrechen, Bosheit, Gier. Diese Begriffe machen deutlich, wie schnell der Alltag, das Leben, die Sicherheit entgleiten. Die Frage nach dem „Warum“ findet oft keine Antwort. Wo aber die Antwort ausbleibt, da finden abstruse Ideen ihre Nahrung im Sumpf von Verunsicherung, Ohnmacht und Hilflosigkeit. Wenn ich über die Coronapandemie nachdenke, dann hilft es mir persönlich, dass ich aus der „Warum-Frage“ eine „Wozu-Frage“ mache. Dem Unerklärbaren lässt sich näherkommen, indem der Mensch fragt: „Wozu dient mir diese Situation?“ „Was kann ich lernen und erkennen?“

Ich werde an ein Wort vom Apostel Paulus erinnert. In seinem neutestamentlichen Brief an die Gemeinde Ephesus schreibt er: „Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten“ (Epheser 1,14bIch verstehe unerklärbare Situationen und Ereignisse auch als ein Weckruf Gottes an seine Menschheit. Gott ist ein Gott, der Leben schafft. Er schenkt Erlösung, Heil und Vergebung.

In einer übersättigten, leistungs- und komsumorientierten Gesellschaft fragen leider nur noch wenige Menschen nach Gott. Deshalb deute ich Situationen, die sich der Erklärung durch Menchen entziehen, eben auch als göttlichen Weckruf. „Wach auf, der du schläfst“, war ein Hymnus der ersten Christengemeinden in Kleinasien. Es handelte sich um ein Lied, dass im Gottesdienst gesungen wurde. „Wach auf, der du in deinen Sünden schläfst. Lass dich wachrütteln, steh auf von den Toten. Steh auf (Kehre um), damit dich Christus erleuchten kann, denn du sollst wieder ein Leben führen, das Gott gefällt.“ Das innere Wesen dieses Liedes, ist die Umkehr. Menschen werden aufgefordert, zu Gott umzukehren. Denn in der Umkehr zu Gott liegt die Verheißung von Vergebung und innerem Frieden. In einem Text von Pastor Heinrich Christian Rust heißt es: „Licht bricht durch die Dunkelheit, bahnt den Weg in die Ewigkeit, leben strömt auch in unsre Zeit: Jesus Christus ist da! Wir fragen nach dem Ziel und Sinn, wir suchen einen Neubeginn, wer kennt die Richtung, wer das Ziel? Wer macht Wege klar?“ Jesus Christus ist Gottes Weckruf an seine Menschheit. Dieser Ruf darf auch Sie und mich  erreichen.    - Pastor Norbert Monschau

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